Clearing
Wer sich mit dem Thema Reinkarnation beschäftigt hat, der weiß: Wenn der physische Körper stirbt, verlässt die Seele diesen Körper und geht in die geistige Welt, ins Licht oder anders gesagt: in die höhere Schwingung. Sie wird auf diesem Wege von Geistwesen - sehr häufig von vorher verstorbenen nahen Angehörigen oder Freunden - abgeholt und begleitet.
Viele Seelen realisieren aber nicht, dass ihr Körper gestorben ist. Die Gründe hierfür können sehr verschieden sein: Dies passiert häufig, wenn der Tod als Schock erlebt wird, wie z.B. bei einem Unfall. Oft ist es auch so, dass die Seele das Gefühl hat, dass sie hier auf der Erde noch etwas zu erledigen hat. u.a.
Was auch immer der Grund sein mag, die Seele bleibt erdgebunden. Beispiel: das Phänomen der „Poltergeister“. Diese erdgebundenen Seelen suchen sich einen Aufenthaltsort. Das können Möbel, Räume, Häuser sein.
Wie alle kennen das Gefühl, in einen Raum zu kommen und eine bedrückende Stimmung wahrzunehmen. Wir haben das Gefühl, nicht allein zu sein. Auch solche ‚besetzten‘ Räume können gereinigt werden.
Auch Menschen können von diesen „heimatlosen“ Seelen besetzt werden. Allerdings gilt hier ebenfalls das Gesetz der Resonanz. Das bedeutet, wir können nur von Seelen ‚besetzt‘ sein, die in irgendeiner Form mit uns und unserem Verhalten die gleiche Schwingung haben. (Siehe auch „Besetzung Seite 25 - Anm. d. Red.) Befinden sich diese Seelen erst einmal in einem anderen Körper, gehen sie sehr häufig davon aus, dass dies ihr eigener Körper ist (s.a. Dr. med. Wickland: ‚Dreißig Jahre unter den Toten‘). Dort können Sie verschiedene Symptome hervorrufen, wie z.B.:
niedriges Energieniveau, schlechte Konzentration, Stimmungsschwankungen, impulsives Verhalten, fremde Gedanken und Verhaltensweisen, das Hören von Stimmen, plötzlich auftretende Ängste und/oder Depressionen, plötzlich auftretende physische Probleme ohne erkennbaren Grund aber auch Süchte: Tabletten, Nikotin, Alkohol, Drogen
Es ist auch möglich, von Energien lebender Menschen besetzt zu sein.
Im Gegensatz zum mediumistischen Heilen arbeitet man beim Clearing in Anwesenheit und unter Einbeziehung der hilfesuchenden Person.
Während Rückführungen kann man auf solche Fremdenergien stoßen. Häufig versuchen sie, die Arbeit im Unbewussten zu unterbrechen, damit sie nicht entdeckt werden, oder aber sie geben Signale, weil sie endlich gehen möchten - beides ist möglich.
Die Besetzungen können gelöst werden, indem man mit diesen Seelen spricht und ihre Nöte, Ängste und Schmerzen annimmt und versteht. Dann sind sie meistens bereit, an den für sie richtigen Platz in der geistigen Welt zu gehen. Das kann aber nur freiwillig geschehen und nicht unter Zwang. In der Arbeit unterstützen wir sie dabei, indem wir ihnen eine mentale Lichtsäule bauen.
Der ‚Besetzte‘, auch ‚Wirt‘ genannt, ist aufgefordert, die Loslösung zu unterstützen. Für ihn bedeutet das die Konfrontation mit seinen eigenen Themen. Auch er muss loslassen - und mit den einhergehenden Gefühlen, z.B. von Verlassenheit, umgehen. ‚Clearing‘ ist also eine Arbeit, die immer in beide Richtungen geschieht.
Autorin: Gunda Hocke-Kalkan / gekürzt


