Gebetsheilung
Bei dieser Heilform legt der Heiler dem Heilsuchenden die Hände auf den Kopf, auf die Schultern, auf eine schmerzende Stelle, oder er berührt ihn gar nicht. Dabei spricht er ein Gebet – laut oder leise. Es unterstützt die Einfühlung und das Bewusstsein, ein Kanal für Gottes Hilfe zu sein.
Im frühen Christentum wurde hier von „Pneuma“ (griech: Geist) gesprochen, dem sog. Lebensatem oder dem Heiligen Geist, der so vermittelt wurde.
Diese Praxis wurde bei Heilungsfürbitten und zur Segnung verwendet (z.B. Matth. 19,13 oder Mk. 8,23).
Oft legten Jesus und seine Jünger die Hände zur Heilung auf.
Vorher jedoch fragte Jesus die zu heilende Person: „ Willst du gesund werden?“ (Joh. 5,6). Durch diese Frage wird der Heilsuchende veranlasst, sich bewusst zu werden, ob oder dass er wirklich gesund sein will.
Dies ist die erste Voraussetzung einer richtig verstandenen Heilung.
Solange das Unterbewusstsein den Weg zur Heilung aus irgendeinem Grund blockiert, wäre die Annahme der Hilfe schwierig.
Der Heilsuchende muss sich die Heilung zu eigen machen, sie mit seinen Selbstheilungskräften verbinden können.
Im Gebet tritt der Mensch im Innersten seines Herzens vor die Gegenwart Gottes. Geschieht dies in aufrichtiger Hingabe, so geht vom Gebet eine wundervolle heilende Kraft aus.
Autorin: Sabine Rohwer, Neun Welten e.V


